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Haustiere sind oft Keimschleuder

Neue Studienergebnisse sprechen für einen intensiven Austausch von MRSA zwischen Mensch und Tier. Staphylokokken sind nicht wählerisch, was ihre Wirte angeht: Ob Hund, Katze, Vogel oder Mensch –Hauptsache, das Blut ist warm. Wenn der Mensch versucht, mit Antibiotika die gefährlichen Keime loszuwerden, flüchten diese zum Haustier, von wo sie eines Tages wieder zurückkehren können.
Wissenschaftler haben 42 Proben von Hunden und 4 von Katzen analysiert, bei denen zuvor eine MRSA-Infektion nachgewiesen worden war. Nachdem das Genom der Erreger sequenziert worden war, verglichen es die Forscher mit dem Stammbaum von EMRSA 15 bei Menschen. Die Ergebnisse machten klar, dass zwischen Mensch und Tier ein reger MRSA-Austausch stattfindet.

Es ließen sich keine wirtsspezifischen Resistenzfaktoren oder genetischen Veränderungen feststellen. Alle Genvarianten von menschlichen MRSA wurden auch bei Tierproben gefunden und umgekehrt. MRSA unterschiedlicher Tiere aus einer bestimmten Tierklinik waren alle direkt miteinander verwandt, was bedeutet, dass die Ausbreitungsmechanismen ähnlich sind wie in den Krankenhäusern für Menschen. Wir folgern: Wenn MRSA problemlos zwischen Säugetieren hin- und herpendeln, bilden Haustiere ein Reservoir für multiresistente Keime. Es besteht die Gefahr, dass ein maßloser Antibiotika-Einsatz in der Tiermedizin und der Tiermast multiresistente Keime heranzüchtet, die dann auch für Menschen gefährlich werden.



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